Culinary Quebebc
Indigenous culinary
Quer durch Kanada indigenes Essen zelebrieren

Mit lokalen Zutaten, einzigartigen Abwandlungen von traditionellen Rezepten und dem für Kanada bekannten Fusion-Style revolutioniert die indigene Küche aktuell Kanadas kulinarische Szene. Im ganzen Land servieren indigene Köche und Restaurants Gerichte, die eine tiefe Verbindung zu ihren indigenen Communities haben. Die indigene Küche, nachhaltig und gesund, existiert schon seit tausenden von Jahren und gewinnt derzeit an Popularität. Die Rezepte und Kochtechniken variieren zwischen den verschiedenen Gruppen, aber im Kern ist die indigene Küche saisonal, regional und biologisch. Sie ist größtenteils vegetarisch, aber kann auch Fisch oder Wild enthalten. Grundsätzlich wird alles verwendet und nichts verschwendet. Bei dieser umweltfreundlichen Art zu essen geht es darum, im Einklang mit der Natur zu leben und Respekt vor den Pflanzen und Tieren zu zeigen, die die Menschheit ernähren. Indigene Köche beziehen ihre Rezepte aus ganz Turtle Island - ein indigener Name für das Land, das ganz Nordamerika und bis nach Panama umfasst. Historisch betrachtet, wurde das Essen von einer Handelsroute inspiriert, die bis zu den Inkas führte. Diese erzählen noch heute die gleichen Geschichten über die „drei Schwestern“ - Bohnen, Kürbis und Mais, Grundnahrungsmitteln in der indigenen Ernährung seit Jahrtausenden. Die Wiedereroberung ihrer Essenstraditionen ist für indigene Köche sehr wichtig. Sie lernen von den Ältesten, welche Gerichte gegessen und wie sie zubereitet werden. Allerdings wurden Informationen und Geschichten mündlich überliefert. Nichts wurde aufgeschrieben. Autor Robin Wall Kimmerer betont, dass die Leitprinzipien der Ernte und Herstellung von Lebensmitteln bis heute traditionell fortgeführt wird. Dazu zählt:

  • Die Bitte um Erlaubnis, etwas auf der Natur zu nehmen und sich an die Antwort halten.
  • Nur so viel zu nehmen wie benötigt wird. Und nur das, was die Jahreszeit hergibt.
  • Die respektvolle Verwendung und niemals etwas zu verschwenden.
  • Teilen.
  • Dankbar sein, für das, was Dir gegeben wurde.

Destination Indeginous
Destination Indigenous

Während langsam wieder ans Reisen nach Kanada gedacht wird, wirft Destination Indigenous ein Schlaglicht auf jene Tourismusunternehmen, die auf Vertrautheit mit Mutter Natur, von Herzen kommende Gastfreundschaft und das Gefühl wahrer Verbundenheit mit der Schöpfung setzen. Indigene Veranstalter und Gemeinschaften im ganzen Land freuen sich darauf, ihre uralten Traditionen mit Besuchern zu teilen und sich zugleich in zeitgemäßem Gewand zu präsentieren. Um diese Kunde in die Welt zu tragen, lud die Indigenous Tourism Association of Canada Fotografen und Journalisten ein, das indigene Kanada zu bereisen und über ihre Erfahrungen zu berichten. Der Berufsfotograf Peter Mather war im Norden Kanadas unterwegs und erkundete die Geschichte und Kultur der Yukon First Nations. Der Yukon ist am bekanntesten für seinen berühmten Goldrausch, doch Mather interessierte sich vor allem für die Ureinwohner, die seit Tausenden von Generationen auf dem Land leben. Auf seiner Reise ging es vor allem darum, mit den indigenen Gastgebern wirklich Kontakt aufzunehmen - von den Ältesten bis hin zu Reiseleitern und Tänzern, die sich dafür einsetzen, uralte Traditionen am Leben zu halten. Ein Höhepunkt für Mather die Geschichte, was Tr'ondëk Hwëch'in Häuptling Isaac während des Klondike-Goldrausches alles unternahm, um seine Kultur zu schützen, als quasi über Nacht dreißigtausend weiße Goldgräber bei ihm auftauchten. So brachte Häuptling Isaac viele der traditionellen Gesänge und Lieder zu Verwandten in Alaska und bat sie, sich an diese Lieder zu erinnern und sie am Leben zu erhalten. Dank seiner Weitsicht leben diese Lieder heute im Yukon weiter. Anna und Trevor Delaney (Delightful Travellers) besuchten verschiedene indigene Gemeinden in Nova Scotia und New Brunswick, wobei sie die Geschichte und Kultur der Mi’kmaq First Nations in Atlantik-Kanada kennenlernten. Unterwegs besuchten sie auch Eskasoni am Bras d´Or Lake, die größte Mi'kmaq-Gemeinde in Kanada mit 5.000 Einwohnern. Von dort aus unternahmen sie einen Trip nach dem vorgelagerten Goat Island. Mit Eskasoni Cultural Journeys ging es auf 2,4 Kilometer langen Lehrpfaden zu sechs Stationen mit Schwerpunkten zu Kultur, Geschichte und Alltag der Gastgeber. Jede dieser Stätten verfügt über einen eigenen Dolmetscher mit spezifischen Fachkenntnissen von Werkzeugherstellung, Korbflechten bis hin zu Tänzen und Kochkunst. Bevor sich die Delaneys von Eskasoni verabschiedeten, wurden sie in ein Tipi geleitet, um an einer „Smudging“-Zeremonie teilzunehmen. Diese uralte Prozedur dient dazu, die Seele von unreinen Gedanken zu reinigen. An „Smudge“ sind vier Elemente beteiligt:

● Der Behälter, traditionell eine Muschel, die Wasser darstellt, ist das erste Element.

● Die vier heiligen Pflanzen (Zeder, Salbei, Süßgras, Tabak), Geschenke von Mutter Erde, repräsentieren das zweite Element.

● Das Feuer beim Anzünden der heiligen Pflanzen stellt das dritte Element dar.

● Der Rauch, der durch das Feuer entsteht, repräsentiert die Luft, das vierte Element.

Während eines „Smudge“ werden Pflanzenblätter in den Behälter gelegt und entzündet (vorzugsweise mit einem Holzstreichholz). Die Flammen werden dann sanft ausgeblasen und der Rauch, der Geist, Herz und Körper heilt, wird entweder mit der Hand oder mit einer Adlerfeder über die Person geweht. Diese Person treibt den Rauch mit entsprechenden Handbewegungen zu sich und atmet ihn sanft ein. Die Asche wird Mutter Erde zurückgegeben, indem sie draußen auf nacktem Boden entsorgt wird - man glaubt, dass alle negativen Gedanken und Gefühle von der Asche neutralisiert wurden. Eine Person kann sich auch selbst „smudgen“, oder jemand kann ein „Smudge“ durchführen, indem er oder sie den Behälter hält und den Rauch anderen zutreibt. Heute wird „smudging“ auch durchgeführt, um negative Energie aus Räumen und Wohnungen zu vertreiben.

Mit über 600 indigenen Gemeinschaften in ganz Kanada, jede mit eigener Kultur und Besuchererfahrung, sind die Möglichkeiten, mehr über die indigenen Völker in Kanada zu erfahren, endlos. Geschichten der Reisen nach Alberta, BC, Ontario und Atlantik-Kanada finden sich für Besucher dokumentiert im Destination Indigenous Blog.

Mehr Informationen:

Destination Indigenous Website

Videos: Virtually Yours (Mai 2020) and Reopening (August 2020) Destination Indigenous Zoom backgrounds

Photos: General- Indigenous Tourism Canada oder Yukon photos (credit Peter Mather)

Storytellers: ITAC CEO Keith Henry und Chief Marketing Officer, Sébastien Desnoyers-Picard

Inuit scultpure
Inuit-Kunst: Weltweit größte Sammlung in Manitoba

Mit einem fesselnden modernen Design lockt das Inuit Art Centre in der Winnipeg Art Gallery. Das 65 Millionen Dollar teure, über 3.700 Quadratmeter große Gebäude stellt Kanadas vier arktische Regionen durch exzellente Kunst mit Schnitzereien, Malereien und in Stein gemeißelten Kunstwerken vor und macht Winnipeg zu einem Mekka für Inuitkultur und indigene Kunst im ganzen Land.

FireWorks, Inn at Bay Fortune, PEI
Kleines PEI - kulinarisch ganz groß

Die kleine Provinz Prince Edward Island ist eine große kulinarische Destination. Über den North Cape Coastal Drive geht es zum fNachmittagstee und Köstlichkeiten zur Tyne Valley Tea and Company. Feinschmecker können im FireWorks Köstlichkeiten am offenen Feuer genießen, in der fast acht Meter hohen Räucherei des Starkochs Michael Smith. Und unbedingt Craftbier in der Copper Bottom Brewing Company probieren.

Wine tasting BC
Weinprobe in der Nebensaison in British Columbia

Das trockene Okanagan Valley, eine viereinhalbstündige Autofahrt von Vancouver entfernt, ist eine führende kanadische Weinregion, bekannt für ihre kleinen, preisgekrönten Weingüter, gutes Essen und malerische Obstplantagen. Jenseits der Menschenmassen in der Hochsaison ist der Frühling die ideale Jahreszeit hierfür – dann, wenn die Blüten förmlich aufbrechen. Das sind die neuesten Hotspots in der Weinszene: Fitzpatrick Family Vineyards, Origin Wines, Phantom Creek Estates und Rust Wines.

Mussels, New Brunswick
Foodies in New Brunswick treffen

Auch das “Juwel der Ostküste” genannt, entwickelt sich New Brunswick zu einer beliebten Kulinarik-Destination, ganz besonders die marinen Metropolen Saint John und Moncton. Gourmets können die neuesten Kreationen im Les Brumes du Coude in Moncton und im 11th Mile in Fredericton probieren, bei denen der Schwerpunkt auf lokaler kanadisch-asiatischer Fusionsküche liegt.

Toronto Culinary
Indigene Küche in Toronto probieren

Toronto ist international als Multikulti-Hotspot anerkannt. Und der neueste Zugang der pulsierenden Food-Szene ist die indigene Küche. Unbedingt probieren: Wapiti mit Cranberrys und Lachs auf Bannock (dem Brot der First Nations) im NishDish und im Pow Wow Cafe.

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Winnipeg – viel mehr als ein Zwischenstopp!

Mit dem Flaggschiff "The Canadian" einmal quer durchs Land bis nach Vancouver fahren und dabei stolze 4.500 Kilometer zurücklegen, vorbei an der Seenlandschaft Ontarios, entlang der weitläufigen Prärie und durch die kanadischen Rocky Mountains. VIA Rail ermöglicht Kanada total! Vier lange Tage dauert die Fahrt, die zweimal unterbrochen wird. Die perfekte Gelegenheit, um bei einem kurzen Zwischenstopp Manitobas Hauptstadt Winnipeg kennenzulernen…

Dokumente
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Die 10 besten Sommerwunder in New Brunswick

Die freundliche, bilinguale maritime Provinz New Brunswick ist ein beliebter Treffpunkt im Sommer. Wenn im Mai die ersten Pfingst-Veilchen (violette cuculée auf Französisch) auf den Wiesen erblühen, wird es Zeit, nach draußen zu gehen und die Strände, Parks und Naturwunder von Kanadas größter maritimer Provinz zu entdecken!