Whale Watching, British Columbia
Culinary
Indigene, kulinarische Storyteller

Chef Jenni Lessard, die neue Chefköchin im Wanuskewin Heritage Park  in Saskatoon, Saskatchewan, wurde kürzlich zu einem der Spitzenköche Kanadas gekürt. Chef Lessard wurde in Prince Albert, Saskatchewan, geboren und ist Métis. Als sie vier Jahre alt war, setzte sie erstmals eine Kochmütze für ein Halloween-Kostüm auf. Sie ging mit einer gusseisernen Pfanne von Haus zu Haus, wendete einen Pfannenkuchen in der Luft und rief Süßes oder Saures. „Ich konnte sehen, wie man Menschen mit gutem Essen glücklich machen kann. In jungen Jahren war das mein Gedanke: Ich möchte kochen, Menschen ernähren und Menschen glücklich machen “, sagt Chef Lessard. In der Küche hält sie sich gern an das „Field-to-Shield“-Thema, das indigene Küche von der Prärie bis zum kanadischen Schild umfasst. Hier geht’s zu Rezepten wie Jenni Lassards Red River Cinnamon Buns: „Ich habe dieses Rezept entwickelt, als ich mein erstes Restaurant, das New Ground Cafe, in der kleinen Stadt Birch Hills in Saskatchewan eröffnet habe“, sagt Chef Lessard. „Es war eine Hommage an mein Métis-Erbe als Nachkomme der Red River Colony-Familien und inkludiert auch extra gebrühten Kaffee. Ich fühle mich verpflichtet, fair gehandelten Kaffee zu servieren und wollte keinen Tropfen verschwenden. 

Chef Sheila Flaherty  hat sich als führende Chefköchin in Inuksiutit (Inuit Food and Cuisine) etabliert. Sie hat an MasterChef Canada teilgenommen und auch schon für die britische königliche Familie gekocht. Kürzlich gründete sie Sijjakkut, eine Organisation zur Förderung der Inuit-Kultur durch Verkostungsmenüs. Sie lebt in Nunavut im Norden Kanadas und feiert ihre frischen Zutaten: Tuktuviniq (Karibu), Ammuumajuq (arktische Brandungsmuscheln) und Iqaluk (Seesaibling), den sie jedes Jahr an derselben abgelegenen Stelle fischt, eine kurze Wanderung von ihrem Zuhause entfernt. Flaherty praktiziert auch Fusionsküche, der in der Inuit Küche eine besondere Bedeutung zukommt. Wenn sie Fleischbällchen nach italienischer Art mit Karibu oder Ceviche mit Saibling macht, zeigt sie ihr Erbe und zerstreut damit auch ein paar Mythen. während sie dabei ist. Seesaibling ist der einzige Süßwasserfisch, der so weit im Norden vorkommt. Der Saibling wird in ganz Nunavut gefangen, besonders in den Küstenflüssen. Er ist der beliebteste Fisch der Region und wird von den Inuit normalerweise nur „Fisch“ genannt.

Hier geht’s zu indigenen Rezepten.

Weitere Informationen: www.Indigenousculinary.ca.

Video: https://vimeo.com/397238218

Zu weiteren Bildern geht es: hier.

Skullback Studios
Wie Kunst die Welt verändern kann

Dieses Video gibt Einblicke in die Skullback Studios in Saskatchewan. Ein Ort, an dem Kreativität und Gemeinschaft untrennbar miteinander verbunden sind.

Yokon
Den Blickwinkel ändern und etwas Großes entdecken

Dieses Video wurde im Slims River Basin im Yukon Territory  gedreht. Eine kanadische Mutter schreibt einen Brief an ihren Sohn, den er lesen soll, wenn er eines Tages sein Zuhause verlässt. Der Brief gibt tiefe Einblicke ihre Vorstellung vom Reisen: die Natur und Umwelt zu entdecken, die Welt aus anderen Blickwinkeln zu betrachten und zu begreifen, dass es da draußen etwas Großes zu entdecken gibt.

Arc’teryx produziert Schutzkleidung
Sustainable: Arc’teryx produziert Schutzkleidung

Kanadier sind bekannt für ihre Freundlichkeit und ihren Einfallsreichtum. Das Team der Outdoor-Marke  Arc’teryx ist da keine Ausnahme. Als Reaktion auf einen Anruf der Gesundheitsberufe und der BC Apparel and Gear Association nutzte Arc’teryx seine Expertise im Bereich Outdoor-Ausrüstung, um 30.000 Schutzkleider  aus Softshell herzustellen, einem strapazierfähigen, robusten und häufig waschbaren Oberbekleidung-Material, das Abenteurer und Reisende auf der ganzen Welt lieben. Arc’teryx brachte das begehrte Material 1998 auf den Markt. Als Teil einer kanadischen Initiative zur Einrichtung und Sicherung neuer Lieferketten zur Herstellung persönlicher Schutzausrüstung für Kanadier konzentriert Arc’teryx sich derzeit auf die Herstellung von medizinischer Schutzausrüstung für Beschäftigte im Gesundheitswesen in British Columbia. Die Marke wird jedoch auch Anfragen anderer Gesundheitsbehörden der Provinzen, des Bundes und der internationalen Staaten nachkommen. 

Aufbau einer nachhaltigen Wirtschaft: Darüber hinaus fordert der CEO von Arc’teryx Regierungen und politische Entscheidungsträger auf, die Wirtschaft auf nachhaltige Weise umzustrukturieren, etwa durch die Sanierungsfinanzierung für Unternehmen, die daran arbeiten, die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels zu mildern. In einer gemeinsamen Erklärung der Science Based Targets Initiative, des UN Global Compact und der We Mean Business-Koalition schloss sich Arc'teryx 155 großen multinationalen Unternehmen an, um eine Politik zu fordern, die Klimaschutzmaßnahmen umsetzt.

Die richtige Ausrüstung für die richtige Umgebung: Arc’teryx, ein globales Designunternehmen, das 1989 von lokalen BC-Kletterern gegründet wurde, begann in Nord-Vancouver, weil bereits vorhandene Outdoor-Ausrüstung dem Küstengebirgsklima von BC nicht standhielt. Das Unternehmen war der festen Überzeugung, dass der einzige Weg, die richtige Ausrüstung für die Umgebung an der Westküste zu entwerfen, darin besteht, das Unternehmen in dieser Umgebung aufzubauen. Arc’teryx führte zudem eine Produktlinie für Trailrunning mit dem Namen „Norvan“ (für North Vancouver) ein, die von bekannten Bergpfaden inspiriert war.

Zed Tofino
Neue Hotels in Kanada

Im Juli 2020 öffnete das Griffintown Hotel in Montréal, nur einen kurzen Spaziergang entfernt vom Lachine Canal. Auf 14 Etagen befinden sich 114 komplett ausgestattete Apartments, die für kurze sowie auch längere Aufenthalte gebucht werden können. In Atlantik-Kanada startete das Sutton Place Hotel Halifax im September 2020 den Betrieb. Das Hotel ist Teil des Nova Centre, in dem auch das neue Halifax Convention Centre liegt. Das Sutton Place bietet 262 Zimmer und Suiten, eine Lounge, ein Restaurant sowie Parkplätze in der Tiefgarage. Die Hotel-Szene in Halifax wird in 2021 mit dem ersten Marriott International's First Autograph Collection Hotel in Atlantic Canada und dem ersten 5-Sterne Haus der Stadt erweitert. Das Muir ist Teil des Queen's Marque, einem Neubaugebiet and Halifax’ historischer Uferpromenade. Das Hotel soll auch in der Ausstattung die modern Kultur Atlantik Kanadas zeigen und wird nicht nur ein Restaurant und eine Lobby-Bar bieten, sondern auch eine Kunstgalerie. Zudem haben Gäste Zutritt zu einem Wellness-Center mit Fitnessbereich, Ace Hotel eröffnet zum ersten Mal in Kanada – in Toronto. Ab Herbst 2020 können Gäste in die Unterkunft mit dem außergewöhnlichen Zimmer-Design einchecken: Schallplattenspieler und Vinyl-Platten gehören ebenso zur Ausstattung wie Akustik-Gitarren. Das Ace Hotel Toronto spiegelt die typischen multikulturellen Vibes Torontos wider sowie die Verbindung von Tradition und Moderne. An Kanadas Westküste eröffnete in Tofino in British Columbia im August 2020 das Hotel Zed Tofino. Der retro-chicen Marke Hotel Zed wurde in Tofino ein luxuriöser Touch verliehen. Hotel Zed Tofino strahl den Charme der 1970er aus und bietet zudem außergewöhnliche Ausstattungs-Merkmale, unter anderem die weltweit erste bike-through Lobby, eine Arkade mit Retro-Spielen wie Donkey Kong Jr. und Pac Man, eine Hellseherhöhle mit Kristallkugel und Tarotkartenleser und eine Mini-Disco. Hotel Zed Tofino ist Teil der Tribal Park Allies, die sich dem Schutz der Tribal Parks Ancestral Gardens und der Tla-o-qui-aht Kultur verschrieben hat. Zu diesem Zweck können Gäste eine freiwillige Gebühr zahlen.

Indigenous culinary
Quer durch Kanada indigenes Essen zelebrieren

Mit lokalen Zutaten, einzigartigen Abwandlungen von traditionellen Rezepten und dem für Kanada bekannten Fusion-Style revolutioniert die indigene Küche aktuell Kanadas kulinarische Szene. Im ganzen Land servieren indigene Köche und Restaurants Gerichte, die eine tiefe Verbindung zu ihren indigenen Communities haben. Die indigene Küche, nachhaltig und gesund, existiert schon seit tausenden von Jahren und gewinnt derzeit an Popularität. Die Rezepte und Kochtechniken variieren zwischen den verschiedenen Gruppen, aber im Kern ist die indigene Küche saisonal, regional und biologisch. Sie ist größtenteils vegetarisch, aber kann auch Fisch oder Wild enthalten. Grundsätzlich wird alles verwendet und nichts verschwendet. Bei dieser umweltfreundlichen Art zu essen geht es darum, im Einklang mit der Natur zu leben und Respekt vor den Pflanzen und Tieren zu zeigen, die die Menschheit ernähren. Indigene Köche beziehen ihre Rezepte aus ganz Turtle Island - ein indigener Name für das Land, das ganz Nordamerika und bis nach Panama umfasst. Historisch betrachtet, wurde das Essen von einer Handelsroute inspiriert, die bis zu den Inkas führte. Diese erzählen noch heute die gleichen Geschichten über die „drei Schwestern“ - Bohnen, Kürbis und Mais, Grundnahrungsmitteln in der indigenen Ernährung seit Jahrtausenden. Die Wiedereroberung ihrer Essenstraditionen ist für indigene Köche sehr wichtig. Sie lernen von den Ältesten, welche Gerichte gegessen und wie sie zubereitet werden. Allerdings wurden Informationen und Geschichten mündlich überliefert. Nichts wurde aufgeschrieben. Autor Robin Wall Kimmerer betont, dass die Leitprinzipien der Ernte und Herstellung von Lebensmitteln bis heute traditionell fortgeführt wird. Dazu zählt:

  • Die Bitte um Erlaubnis, etwas auf der Natur zu nehmen und sich an die Antwort halten.
  • Nur so viel zu nehmen wie benötigt wird. Und nur das, was die Jahreszeit hergibt.
  • Die respektvolle Verwendung und niemals etwas zu verschwenden.
  • Teilen.
  • Dankbar sein, für das, was Dir gegeben wurde.

Destination Indeginous
Destination Indigenous

Während langsam wieder ans Reisen nach Kanada gedacht wird, wirft Destination Indigenous ein Schlaglicht auf jene Tourismusunternehmen, die auf Vertrautheit mit Mutter Natur, von Herzen kommende Gastfreundschaft und das Gefühl wahrer Verbundenheit mit der Schöpfung setzen. Indigene Veranstalter und Gemeinschaften im ganzen Land freuen sich darauf, ihre uralten Traditionen mit Besuchern zu teilen und sich zugleich in zeitgemäßem Gewand zu präsentieren. Um diese Kunde in die Welt zu tragen, lud die Indigenous Tourism Association of Canada Fotografen und Journalisten ein, das indigene Kanada zu bereisen und über ihre Erfahrungen zu berichten. Der Berufsfotograf Peter Mather war im Norden Kanadas unterwegs und erkundete die Geschichte und Kultur der Yukon First Nations. Der Yukon ist am bekanntesten für seinen berühmten Goldrausch, doch Mather interessierte sich vor allem für die Ureinwohner, die seit Tausenden von Generationen auf dem Land leben. Auf seiner Reise ging es vor allem darum, mit den indigenen Gastgebern wirklich Kontakt aufzunehmen - von den Ältesten bis hin zu Reiseleitern und Tänzern, die sich dafür einsetzen, uralte Traditionen am Leben zu halten. Ein Höhepunkt für Mather die Geschichte, was Tr'ondëk Hwëch'in Häuptling Isaac während des Klondike-Goldrausches alles unternahm, um seine Kultur zu schützen, als quasi über Nacht dreißigtausend weiße Goldgräber bei ihm auftauchten. So brachte Häuptling Isaac viele der traditionellen Gesänge und Lieder zu Verwandten in Alaska und bat sie, sich an diese Lieder zu erinnern und sie am Leben zu erhalten. Dank seiner Weitsicht leben diese Lieder heute im Yukon weiter. Anna und Trevor Delaney (Delightful Travellers) besuchten verschiedene indigene Gemeinden in Nova Scotia und New Brunswick, wobei sie die Geschichte und Kultur der Mi’kmaq First Nations in Atlantik-Kanada kennenlernten. Unterwegs besuchten sie auch Eskasoni am Bras d´Or Lake, die größte Mi'kmaq-Gemeinde in Kanada mit 5.000 Einwohnern. Von dort aus unternahmen sie einen Trip nach dem vorgelagerten Goat Island. Mit Eskasoni Cultural Journeys ging es auf 2,4 Kilometer langen Lehrpfaden zu sechs Stationen mit Schwerpunkten zu Kultur, Geschichte und Alltag der Gastgeber. Jede dieser Stätten verfügt über einen eigenen Dolmetscher mit spezifischen Fachkenntnissen von Werkzeugherstellung, Korbflechten bis hin zu Tänzen und Kochkunst. Bevor sich die Delaneys von Eskasoni verabschiedeten, wurden sie in ein Tipi geleitet, um an einer „Smudging“-Zeremonie teilzunehmen. Diese uralte Prozedur dient dazu, die Seele von unreinen Gedanken zu reinigen. An „Smudge“ sind vier Elemente beteiligt:

● Der Behälter, traditionell eine Muschel, die Wasser darstellt, ist das erste Element.

● Die vier heiligen Pflanzen (Zeder, Salbei, Süßgras, Tabak), Geschenke von Mutter Erde, repräsentieren das zweite Element.

● Das Feuer beim Anzünden der heiligen Pflanzen stellt das dritte Element dar.

● Der Rauch, der durch das Feuer entsteht, repräsentiert die Luft, das vierte Element.

Während eines „Smudge“ werden Pflanzenblätter in den Behälter gelegt und entzündet (vorzugsweise mit einem Holzstreichholz). Die Flammen werden dann sanft ausgeblasen und der Rauch, der Geist, Herz und Körper heilt, wird entweder mit der Hand oder mit einer Adlerfeder über die Person geweht. Diese Person treibt den Rauch mit entsprechenden Handbewegungen zu sich und atmet ihn sanft ein. Die Asche wird Mutter Erde zurückgegeben, indem sie draußen auf nacktem Boden entsorgt wird - man glaubt, dass alle negativen Gedanken und Gefühle von der Asche neutralisiert wurden. Eine Person kann sich auch selbst „smudgen“, oder jemand kann ein „Smudge“ durchführen, indem er oder sie den Behälter hält und den Rauch anderen zutreibt. Heute wird „smudging“ auch durchgeführt, um negative Energie aus Räumen und Wohnungen zu vertreiben.

Mit über 600 indigenen Gemeinschaften in ganz Kanada, jede mit eigener Kultur und Besuchererfahrung, sind die Möglichkeiten, mehr über die indigenen Völker in Kanada zu erfahren, endlos. Geschichten der Reisen nach Alberta, BC, Ontario und Atlantik-Kanada finden sich für Besucher dokumentiert im Destination Indigenous Blog.

Mehr Informationen:

Destination Indigenous Website

Videos: Virtually Yours (Mai 2020) and Reopening (August 2020) Destination Indigenous Zoom backgrounds

Photos: General- Indigenous Tourism Canada oder Yukon photos (credit Peter Mather)

Storytellers: ITAC CEO Keith Henry und Chief Marketing Officer, Sébastien Desnoyers-Picard

Dark Sky
… und weil es gerade um Sternegucken geht

Licht aus: Parks Canada schützt mehr Nachthimmel als jede andere Behörde der Welt. Dreizehn Parks in Kanada haben inzwischen Dark Sky-Titel: Zwölf sind Dark-Sky Preserves, einer ist ein International Dark Sky Park. Der Grasslands National Park ist das dunkelste Dark Sky Preserve in Kanada. Außerhalb von Parks Canada ist das Observatorium Mont Mégantic in Québec der erste Ort, der (2007) weltweit als International Dark Sky Preserve anerkannt wurde. 1999 wurde das erste permanente Dark Sky Preserve in den Torrance Barrens in der Region Muskoka im Süden von Ontario eingerichtet.

Dancing in the dark: Aufgrund ihrer zunehmenden Beliebtheit finden in vielen Dark Sky Preserves regelmäßig Festivals statt, darunter das alljährliche Dark Sky Festival in Jasper, Alberta. Der Jasper National Park ist das zweitgrößte Dark Sky Preserve der Welt und das größte leicht zugängliche Dark Sky Preserve - d. h., es gibt einen Ort innerhalb des Reservats. Hier sind die Top-Ten-Spots für Sternenbeobachtung und Anfänger-Tipps für Dark-Sky-Fotografie in Jasper (Achtung: ein iPhone reicht nicht).

Wichtig: Seit Anbeginn der Zeit blickt der Mensch fasziniert zu den Sternen hinauf, doch mit der zunehmenden Urbanisierung erhellte immer mehr künstliches Licht den Nachthimmel. Dies hat dazu geführt, dass nächtliche Wunder wie die Milchstraße nicht mehr zu sehen sind. Dank der Arbeit der Royal Astronomical Society hat Kanada heute die weltweit strengsten Normen und Vorschriften für Dark Sky Preserves und damit Orte geschaffen, an denen ein sternenklarer Nachthimmel zu sehen ist. Der Name bedeutet, dass die Parks - und ihre Gemeinden - ihre nächtliche Lichtmenge auf ein Minimum reduzieren. Ein Dark Sky Preserve ist demnach ein Bereich, in dem keine künstliche Beleuchtung sichtbar ist und über die Herkunft und Reduzierung von Lichtverschmutzung aufgeklärt wird.

Eine vollständige Liste der besten Orte zum Sternegucken in Kanada (laut Royal Astronomical Society) finden Sie hier.

Wood Buffalo National Park
Das größte Dark Sky Reservat der Welt

Wood Buffalo National Park (Northwest Territories/Alberta) bietet beispielloses Sternenbeobachten

Sternenklare Nächte: Weniger künstliches Licht erweckt die Sternbilder zum Leben und bringt die Milchstraße im Wood Buffalo National Park, Kanadas größtem Park und zweitgrößtem Schutzgebiet der Welt, zum Funkeln. 2013 erklärte die Royal Astronomical Society of Canada Wood Buffalo zum größten Dark Sky Reservat der Welt. Damit ist auch der natürliche Lebensraum von einem knappen Dutzend Eulenarten, Fledermäusen und anderen nachtaktiven Arten geschützt.

Wohltat für den Körper: Ein Dark Sky Preserve schränkt künstliches Licht auf ein Minimum ein - nicht nur, um Besuchern astronomische Aktivitäten zu erleichtern und die Tierwelt zu schützen. Wahre Dunkelheit ist auch gut für die Gesundheit. Nachts künstlichem Licht ausgesetzt zu sein unterbricht die innere Uhr, während die Dunkelheit sie zurücksetzt. Beim Camping trägt die Dunkelheit im Park dazu bei, dass unsere innere Uhr auf natürlichere Weise funktioniert. Eine gut funktionierende innere Uhr bedeutet einen besseren Schlaf, was wiederum der Gesundheit zuträglich ist. Aber natürlich ist weniger oder gar kein künstliches Licht auch von Vorteil, wenn man endlich das Sternenzelt am Nachthimmel und sogar die Milchstraße wiedersehen möchte.

Ehrfurcht vor Mutter Natur: Erhöhte Sonnenstrahlung kann die Rot- und Grüntöne der Aurora Borealis über den Nachthimmel verbreiten. Ende August und September bieten längere - aber immer noch warme - Nächte ideale Bedingungen für die Beobachtung des Polarlichts. Auch die kalten, oft kristallklaren Nächte von Dezember bis Februar bieten erstaunliche Beobachtungsmöglichkeiten. Camper genießen ein nächtliches Himmelszelt voller Sternbilder. Wölfe heulen und Seetaucher sind oft zu hören, während Besucher diese astronomischen Stillleben fernab der Städte genießen.

Bilder und Storyteller verfügbar. Bitte geben Sie "Parks Canada" an, wenn Sie diese Fotos verwenden.