Whale Watching, British Columbia
Zed Tofino
Neue Hotels in Kanada

Im Juli 2020 öffnete das Griffintown Hotel in Montréal, nur einen kurzen Spaziergang entfernt vom Lachine Canal. Auf 14 Etagen befinden sich 114 komplett ausgestattete Apartments, die für kurze sowie auch längere Aufenthalte gebucht werden können. In Atlantik-Kanada startete das Sutton Place Hotel Halifax im September 2020 den Betrieb. Das Hotel ist Teil des Nova Centre, in dem auch das neue Halifax Convention Centre liegt. Das Sutton Place bietet 262 Zimmer und Suiten, eine Lounge, ein Restaurant sowie Parkplätze in der Tiefgarage. Die Hotel-Szene in Halifax wird in 2021 mit dem ersten Marriott International's First Autograph Collection Hotel in Atlantic Canada und dem ersten 5-Sterne Haus der Stadt erweitert. Das Muir ist Teil des Queen's Marque, einem Neubaugebiet and Halifax’ historischer Uferpromenade. Das Hotel soll auch in der Ausstattung die modern Kultur Atlantik Kanadas zeigen und wird nicht nur ein Restaurant und eine Lobby-Bar bieten, sondern auch eine Kunstgalerie. Zudem haben Gäste Zutritt zu einem Wellness-Center mit Fitnessbereich, Ace Hotel eröffnet zum ersten Mal in Kanada – in Toronto. Ab Herbst 2020 können Gäste in die Unterkunft mit dem außergewöhnlichen Zimmer-Design einchecken: Schallplattenspieler und Vinyl-Platten gehören ebenso zur Ausstattung wie Akustik-Gitarren. Das Ace Hotel Toronto spiegelt die typischen multikulturellen Vibes Torontos wider sowie die Verbindung von Tradition und Moderne. An Kanadas Westküste eröffnete in Tofino in British Columbia im August 2020 das Hotel Zed Tofino. Der retro-chicen Marke Hotel Zed wurde in Tofino ein luxuriöser Touch verliehen. Hotel Zed Tofino strahl den Charme der 1970er aus und bietet zudem außergewöhnliche Ausstattungs-Merkmale, unter anderem die weltweit erste bike-through Lobby, eine Arkade mit Retro-Spielen wie Donkey Kong Jr. und Pac Man, eine Hellseherhöhle mit Kristallkugel und Tarotkartenleser und eine Mini-Disco. Hotel Zed Tofino ist Teil der Tribal Park Allies, die sich dem Schutz der Tribal Parks Ancestral Gardens und der Tla-o-qui-aht Kultur verschrieben hat. Zu diesem Zweck können Gäste eine freiwillige Gebühr zahlen.

Indigenous culinary
Quer durch Kanada indigenes Essen zelebrieren

Mit lokalen Zutaten, einzigartigen Abwandlungen von traditionellen Rezepten und dem für Kanada bekannten Fusion-Style revolutioniert die indigene Küche aktuell Kanadas kulinarische Szene. Im ganzen Land servieren indigene Köche und Restaurants Gerichte, die eine tiefe Verbindung zu ihren indigenen Communities haben. Die indigene Küche, nachhaltig und gesund, existiert schon seit tausenden von Jahren und gewinnt derzeit an Popularität. Die Rezepte und Kochtechniken variieren zwischen den verschiedenen Gruppen, aber im Kern ist die indigene Küche saisonal, regional und biologisch. Sie ist größtenteils vegetarisch, aber kann auch Fisch oder Wild enthalten. Grundsätzlich wird alles verwendet und nichts verschwendet. Bei dieser umweltfreundlichen Art zu essen geht es darum, im Einklang mit der Natur zu leben und Respekt vor den Pflanzen und Tieren zu zeigen, die die Menschheit ernähren. Indigene Köche beziehen ihre Rezepte aus ganz Turtle Island - ein indigener Name für das Land, das ganz Nordamerika und bis nach Panama umfasst. Historisch betrachtet, wurde das Essen von einer Handelsroute inspiriert, die bis zu den Inkas führte. Diese erzählen noch heute die gleichen Geschichten über die „drei Schwestern“ - Bohnen, Kürbis und Mais, Grundnahrungsmitteln in der indigenen Ernährung seit Jahrtausenden. Die Wiedereroberung ihrer Essenstraditionen ist für indigene Köche sehr wichtig. Sie lernen von den Ältesten, welche Gerichte gegessen und wie sie zubereitet werden. Allerdings wurden Informationen und Geschichten mündlich überliefert. Nichts wurde aufgeschrieben. Autor Robin Wall Kimmerer betont, dass die Leitprinzipien der Ernte und Herstellung von Lebensmitteln bis heute traditionell fortgeführt wird. Dazu zählt:

  • Die Bitte um Erlaubnis, etwas auf der Natur zu nehmen und sich an die Antwort halten.
  • Nur so viel zu nehmen wie benötigt wird. Und nur das, was die Jahreszeit hergibt.
  • Die respektvolle Verwendung und niemals etwas zu verschwenden.
  • Teilen.
  • Dankbar sein, für das, was Dir gegeben wurde.

Destination Indeginous
Destination Indigenous

Während langsam wieder ans Reisen nach Kanada gedacht wird, wirft Destination Indigenous ein Schlaglicht auf jene Tourismusunternehmen, die auf Vertrautheit mit Mutter Natur, von Herzen kommende Gastfreundschaft und das Gefühl wahrer Verbundenheit mit der Schöpfung setzen. Indigene Veranstalter und Gemeinschaften im ganzen Land freuen sich darauf, ihre uralten Traditionen mit Besuchern zu teilen und sich zugleich in zeitgemäßem Gewand zu präsentieren. Um diese Kunde in die Welt zu tragen, lud die Indigenous Tourism Association of Canada Fotografen und Journalisten ein, das indigene Kanada zu bereisen und über ihre Erfahrungen zu berichten. Der Berufsfotograf Peter Mather war im Norden Kanadas unterwegs und erkundete die Geschichte und Kultur der Yukon First Nations. Der Yukon ist am bekanntesten für seinen berühmten Goldrausch, doch Mather interessierte sich vor allem für die Ureinwohner, die seit Tausenden von Generationen auf dem Land leben. Auf seiner Reise ging es vor allem darum, mit den indigenen Gastgebern wirklich Kontakt aufzunehmen - von den Ältesten bis hin zu Reiseleitern und Tänzern, die sich dafür einsetzen, uralte Traditionen am Leben zu halten. Ein Höhepunkt für Mather die Geschichte, was Tr'ondëk Hwëch'in Häuptling Isaac während des Klondike-Goldrausches alles unternahm, um seine Kultur zu schützen, als quasi über Nacht dreißigtausend weiße Goldgräber bei ihm auftauchten. So brachte Häuptling Isaac viele der traditionellen Gesänge und Lieder zu Verwandten in Alaska und bat sie, sich an diese Lieder zu erinnern und sie am Leben zu erhalten. Dank seiner Weitsicht leben diese Lieder heute im Yukon weiter. Anna und Trevor Delaney (Delightful Travellers) besuchten verschiedene indigene Gemeinden in Nova Scotia und New Brunswick, wobei sie die Geschichte und Kultur der Mi’kmaq First Nations in Atlantik-Kanada kennenlernten. Unterwegs besuchten sie auch Eskasoni am Bras d´Or Lake, die größte Mi'kmaq-Gemeinde in Kanada mit 5.000 Einwohnern. Von dort aus unternahmen sie einen Trip nach dem vorgelagerten Goat Island. Mit Eskasoni Cultural Journeys ging es auf 2,4 Kilometer langen Lehrpfaden zu sechs Stationen mit Schwerpunkten zu Kultur, Geschichte und Alltag der Gastgeber. Jede dieser Stätten verfügt über einen eigenen Dolmetscher mit spezifischen Fachkenntnissen von Werkzeugherstellung, Korbflechten bis hin zu Tänzen und Kochkunst. Bevor sich die Delaneys von Eskasoni verabschiedeten, wurden sie in ein Tipi geleitet, um an einer „Smudging“-Zeremonie teilzunehmen. Diese uralte Prozedur dient dazu, die Seele von unreinen Gedanken zu reinigen. An „Smudge“ sind vier Elemente beteiligt:

● Der Behälter, traditionell eine Muschel, die Wasser darstellt, ist das erste Element.

● Die vier heiligen Pflanzen (Zeder, Salbei, Süßgras, Tabak), Geschenke von Mutter Erde, repräsentieren das zweite Element.

● Das Feuer beim Anzünden der heiligen Pflanzen stellt das dritte Element dar.

● Der Rauch, der durch das Feuer entsteht, repräsentiert die Luft, das vierte Element.

Während eines „Smudge“ werden Pflanzenblätter in den Behälter gelegt und entzündet (vorzugsweise mit einem Holzstreichholz). Die Flammen werden dann sanft ausgeblasen und der Rauch, der Geist, Herz und Körper heilt, wird entweder mit der Hand oder mit einer Adlerfeder über die Person geweht. Diese Person treibt den Rauch mit entsprechenden Handbewegungen zu sich und atmet ihn sanft ein. Die Asche wird Mutter Erde zurückgegeben, indem sie draußen auf nacktem Boden entsorgt wird - man glaubt, dass alle negativen Gedanken und Gefühle von der Asche neutralisiert wurden. Eine Person kann sich auch selbst „smudgen“, oder jemand kann ein „Smudge“ durchführen, indem er oder sie den Behälter hält und den Rauch anderen zutreibt. Heute wird „smudging“ auch durchgeführt, um negative Energie aus Räumen und Wohnungen zu vertreiben.

Mit über 600 indigenen Gemeinschaften in ganz Kanada, jede mit eigener Kultur und Besuchererfahrung, sind die Möglichkeiten, mehr über die indigenen Völker in Kanada zu erfahren, endlos. Geschichten der Reisen nach Alberta, BC, Ontario und Atlantik-Kanada finden sich für Besucher dokumentiert im Destination Indigenous Blog.

Mehr Informationen:

Destination Indigenous Website

Videos: Virtually Yours (Mai 2020) and Reopening (August 2020) Destination Indigenous Zoom backgrounds

Photos: General- Indigenous Tourism Canada oder Yukon photos (credit Peter Mather)

Storytellers: ITAC CEO Keith Henry und Chief Marketing Officer, Sébastien Desnoyers-Picard

Dark Sky
… und weil es gerade um Sternegucken geht

Licht aus: Parks Canada schützt mehr Nachthimmel als jede andere Behörde der Welt. Dreizehn Parks in Kanada haben inzwischen Dark Sky-Titel: Zwölf sind Dark-Sky Preserves, einer ist ein International Dark Sky Park. Der Grasslands National Park ist das dunkelste Dark Sky Preserve in Kanada. Außerhalb von Parks Canada ist das Observatorium Mont Mégantic in Québec der erste Ort, der (2007) weltweit als International Dark Sky Preserve anerkannt wurde. 1999 wurde das erste permanente Dark Sky Preserve in den Torrance Barrens in der Region Muskoka im Süden von Ontario eingerichtet.

Dancing in the dark: Aufgrund ihrer zunehmenden Beliebtheit finden in vielen Dark Sky Preserves regelmäßig Festivals statt, darunter das alljährliche Dark Sky Festival in Jasper, Alberta. Der Jasper National Park ist das zweitgrößte Dark Sky Preserve der Welt und das größte leicht zugängliche Dark Sky Preserve - d. h., es gibt einen Ort innerhalb des Reservats. Hier sind die Top-Ten-Spots für Sternenbeobachtung und Anfänger-Tipps für Dark-Sky-Fotografie in Jasper (Achtung: ein iPhone reicht nicht).

Wichtig: Seit Anbeginn der Zeit blickt der Mensch fasziniert zu den Sternen hinauf, doch mit der zunehmenden Urbanisierung erhellte immer mehr künstliches Licht den Nachthimmel. Dies hat dazu geführt, dass nächtliche Wunder wie die Milchstraße nicht mehr zu sehen sind. Dank der Arbeit der Royal Astronomical Society hat Kanada heute die weltweit strengsten Normen und Vorschriften für Dark Sky Preserves und damit Orte geschaffen, an denen ein sternenklarer Nachthimmel zu sehen ist. Der Name bedeutet, dass die Parks - und ihre Gemeinden - ihre nächtliche Lichtmenge auf ein Minimum reduzieren. Ein Dark Sky Preserve ist demnach ein Bereich, in dem keine künstliche Beleuchtung sichtbar ist und über die Herkunft und Reduzierung von Lichtverschmutzung aufgeklärt wird.

Eine vollständige Liste der besten Orte zum Sternegucken in Kanada (laut Royal Astronomical Society) finden Sie hier.

Wood Buffalo National Park
Das größte Dark Sky Reservat der Welt

Wood Buffalo National Park (Northwest Territories/Alberta) bietet beispielloses Sternenbeobachten

Sternenklare Nächte: Weniger künstliches Licht erweckt die Sternbilder zum Leben und bringt die Milchstraße im Wood Buffalo National Park, Kanadas größtem Park und zweitgrößtem Schutzgebiet der Welt, zum Funkeln. 2013 erklärte die Royal Astronomical Society of Canada Wood Buffalo zum größten Dark Sky Reservat der Welt. Damit ist auch der natürliche Lebensraum von einem knappen Dutzend Eulenarten, Fledermäusen und anderen nachtaktiven Arten geschützt.

Wohltat für den Körper: Ein Dark Sky Preserve schränkt künstliches Licht auf ein Minimum ein - nicht nur, um Besuchern astronomische Aktivitäten zu erleichtern und die Tierwelt zu schützen. Wahre Dunkelheit ist auch gut für die Gesundheit. Nachts künstlichem Licht ausgesetzt zu sein unterbricht die innere Uhr, während die Dunkelheit sie zurücksetzt. Beim Camping trägt die Dunkelheit im Park dazu bei, dass unsere innere Uhr auf natürlichere Weise funktioniert. Eine gut funktionierende innere Uhr bedeutet einen besseren Schlaf, was wiederum der Gesundheit zuträglich ist. Aber natürlich ist weniger oder gar kein künstliches Licht auch von Vorteil, wenn man endlich das Sternenzelt am Nachthimmel und sogar die Milchstraße wiedersehen möchte.

Ehrfurcht vor Mutter Natur: Erhöhte Sonnenstrahlung kann die Rot- und Grüntöne der Aurora Borealis über den Nachthimmel verbreiten. Ende August und September bieten längere - aber immer noch warme - Nächte ideale Bedingungen für die Beobachtung des Polarlichts. Auch die kalten, oft kristallklaren Nächte von Dezember bis Februar bieten erstaunliche Beobachtungsmöglichkeiten. Camper genießen ein nächtliches Himmelszelt voller Sternbilder. Wölfe heulen und Seetaucher sind oft zu hören, während Besucher diese astronomischen Stillleben fernab der Städte genießen.

Bilder und Storyteller verfügbar. Bitte geben Sie "Parks Canada" an, wenn Sie diese Fotos verwenden.

Lake Superior
Der größte Süßwassersee der Welt

Die Lake Superior National Marine Conservation Area (Ontario) lädt Besucher auch zur wahrhaft epischen Sturmbeobachtung ein. 

Neue Designierung: Es gibt natürlich einen Grund, warum der Lake Superior als Binnenmeer bezeichnet wird. Er ist nicht nur wunderschön, sondern vor allem auch riesig. Und so wird die Lake Superior National Marine Conservation Area, die von den Anishinaabe First Nations der Region Gitchi Gummi bzw. "Großer See" genannt wird, bald als eines der größten Süßwasserschutzgebiete der Welt anerkannt werden. Empfohlen werden geführte Besichtigungen, da der Lake Superior ähnlich den Ozeanen schwankende Wetterverhältnisse aufweist und groß genug ist, um sein eigenes Wetter zu erzeugen. Die Aussichten auf dieses in der Welt einzigartige Binnenmeer und die spektakuläre Geologie sind eine „stürmische“ Erfahrung jedoch wert. 

Frühgeschichte: Noch vor 10.000 Jahren lag der Lake Superior unter einer dicken Eisschicht. Nach dem Rückzug der letzten Gletscher blieben Moränen genannte Trümmerformationen zurück, die bis heute das darunter liegende Urgestein bedecken. Die Region weist zudem einzigartige geologische Formationen auf, wie säulenförmige Basaltzungen, Hohlräume und fotogene Stromatolithen (versteinerte Blaualgen, die fossile Hauptbestandteile frühesten Lebens auf der Erde sind). Einige der ältesten bekannten Gesteine der Welt, etwa 2,7 Milliarden Jahre alt, finden sich auf dem zu Ontario gehörenden Ufer. Dort sind die Narben der vielen Winterstürme, die Sturmjäger aus aller Welt herbeilocken, besonders gut zu sehen.

Stürmisches Wetter: Diese Stürme - nach einem Lied des kanadischen Singer/Songwriter Gordon Lightfoot werden sie „gales“ genannt - treten auf, wenn kalte, trockene Luft aus Nordkanada über den Großen Seen mit warmer, feuchter Luft aus dem Golf von Mexiko zusammentrifft. Das Ergebnis sind die wohl unberechenbarsten Stürme überhaupt. Von der sicheren Küste aus beobachtet und mit dem gebotenen Respekt behandelt, werden Sturmjäger selten enttäuscht.

Kluan National Park
Kanadas höchster Gipfel

Kluane National Park and Reserve (Yukon) ist die Heimat des kleinsten Grizzlybären Kanadas

Riesengroß: Kluane in der hochalpinen Region des Südwest-Yukon ist eine Region der Extreme. Dieser Nationalpark beherbergt den höchsten Gipfel Kanadas (Mt. Logan, 5.959 Meter) und dazu weitere 17 der 20 höchsten Berge Kanadas. Und mit 21.980 Quadratkilometer ist er fast viermal so groß wie Banff, Kanadas ältester Nationalpark. So beeindruckend ist diese Landschaft, dass die Vereinten Nationen sie zum Weltnaturerbe erklärt haben. Kluane ist damit das größte international geschütztes Wildnisgebiet der Erde. Zwischen den massiven Giganten erstrecken sich die größten, nichtpolaren Eisfelder der Welt. Weiter unterhalb sind die breiten U-förmigen Täler der Lebensraum für die Wildtiere des Schutzgebiets, darunter eine einzigartige Grizzlybär-Art.  

Klein im Wuchs: In dieser Landschaft, in der alles riesengroß zu sein scheint, sind die Grizzlybären unerwartet klein. Tatsächlich erreichen diese Yukon-Grizzlys nur zwei Drittel der Größe ihrer Vettern in den fruchtbareren Regionen von British Columbia und Alaska. Ihre geringere Größe hängt mit der Nahrungsmittelversorgung zusammen. Während die südlichen Grizzlys Zugang zu Lachs und anderen leicht zugänglichen Proteinquellen haben, sind die Kluane-Grizzlys - obschon Fleischfresser - fast ausschließlich auf Beeren und andere Pflanzenprodukte angewiesen. Die Vegetation ist jedoch dicht genug, dank der uralten Gletscher, die den durch das Alsek Valley fließenden Alsek River speisen. Dort und in den anderen Tälern des riesigen Parks gesellen sich Dall-Schafe, Bergziegen, Karibus und Wölfe zu den Grizzlys und Schwarzbären. 

Abwechslungsreiche Abenteuer: Reisende aus aller Welt suchen diesen abgelegenen Park auf, um auf Expeditionen ins Hinterland hochalpine Pässe zu überqueren, mit dem Raft an kalbenden Gletschern vorbeizugleiten und mit dem Mountainbike alte Bergbaustraßen und -pfade zu erkunden.

Fundy National Park
Die höchsten Gezeiten der Welt

Der Fundy National Park (New Brunswick) macht mit einigen der widerstandsfähigsten Meeresbewohner der Welt bekannt.

Dramatisch: Zu den beeindruckendsten Erlebnissen im Fundy National Park gehört das Spiel der Weltrekordgezeiten in der Bay of Fundy. An der Küste des Nationalparks lässt sich die spektakuläre Hobelarbeit des Tidenhubs am felsig-surrealen Litoral leicht erkennen. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt dabei bis zu 12 Meter!

Meeresbewohner satt: Bei Ebbe lässt das Meer in der Bay riesige Wattenmeergebiete zurück. Zahllose tierische Bewohner kommen jetzt zum Vorschein. Besucher können in Gummistiefel durch Schlamm-, Sand- und Algenfelder wandern und Felskrabben, Wellhorn- und Strandschnecken sowie viele andere Krustentiere entdecken. Das Watt dient auch als Buffet für Schwärme winziger Strandläufer und anderer Küstenvögel.

Super zähe Kerle: Diese Meerestiere zu den zähesten der Erde. Besonders in Küstennähe verändern sich die Bedingungen in ihrem Lebensraum tagtäglich. Bei Flut leben diese Tiere im Salzwasser. Bei Ebbe können sie im Süßwasser von Regen leben oder von der Sonne ausgetrocknet werden. Je nach Jahreszeit haben sie zudem mit großen Temperaturschwankungen, hohem Wellengang und sogar Eis zu kämpfen. Viele Arten haben sich diesen extremen Bedingungen angepasst. Damit sie bei Ebbe nicht austrocknen, verstecken sich beispielsweise Krebse und Schnecken unter Felsen oder in feuchten Spalten, während Rankenfußkrebse und Muscheln sich fest verschließen, um kleine Mengen Meerwasser in ihren Schalen zu halten. Damit erzeugen diese Spezialisten ihr eigenes Gezeitenbecken.

Parks Canada
Endlose Weite. Sternenklarer Nachthimmel. Wilde Tiere. Kanadas Nationalparks sind einfach super!

Mit sozialer Distanz als neuer Normalität heißen Kanadas Nationalparks Besucher willkommen, die an entlegenen Orten kaum berührte Natur genießen und zugleich mehr über die spektakuläre, geschützte Wildnis und Tierwelt erfahren möchten. Jeder einzelne der 48 über das ganze Land verteilten Nationalparks bietet interessante Einblicke in die Landschaft und Kulturen der jeweiligen Region. Nachfolgend sind vier Beispiele aufgeführt. Weitere Informationen gibt es auf der Website von Parks Canada.